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Wände mit Metallicfarbe streichen

Mit Metallic-Wandfarbe gestaltest du Wände, die je nach Lichteinfall und Blickwinkel unterschiedlich schimmern. Die enthaltenen Metallic-Pigmente reflektieren das Licht und verleihen der gestrichenen Fläche mehr Tiefe als eine klassische matte Wandfarbe.

Besonders gut eignet sich der Effekt für einzelne Akzentwände, Wandfelder und ausgewählte Bereiche in Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flur, Küche oder Bad. Ob warmes Gold, dunkle Bronze oder kühles Silber: Der Farbton beeinflusst nicht nur die Wand, sondern die gesamte Raumwirkung.

Die LM Kreativ Metallic-Wandfarbe ist in sieben Farbtönen erhältlich. Welcher davon zu deinem Projekt passt, richtet sich nach Einrichtung, Wandgröße, Untergrundfarbe und Beleuchtung.

Wie wirkt Metallicfarbe an der Wand?

Eine Metallic-Wandfarbe besitzt keine vollständig gleichbleibende Optik. Tageslicht, Lampen, Blickwinkel und Oberflächenstruktur verändern die sichtbare Wirkung. Dieselbe Farbe kann tagsüber ruhig und am Abend deutlich intensiver erscheinen.

Auf einer glatten Wand entsteht ein gleichmäßiger, moderner Schimmer. Auf Raufaser oder stärker strukturiertem Putz wird das Licht unregelmäßiger reflektiert. Dadurch kann der Metallic-Effekt lebendiger, aber auch unruhiger wirken.

Große Flächen verstärken die Wirkung des Farbtons. Besonders dunkle oder kräftige Metallicfarben können einen Raum optisch stärker prägen als eine kleine Farbprobe vermuten lässt. Streiche deshalb zunächst eine ausreichend große Testfläche und betrachte sie bei Tageslicht sowie eingeschalteter Raumbeleuchtung.

Akzentwand oder kompletten Raum streichen?

Metallic-Wandfarbe eignet sich besonders für Akzentflächen. Eine einzelne Wand hinter Sofa, Bett, Esstisch oder Sideboard erhält dadurch eine klare gestalterische Funktion, ohne dass der gesamte Raum stark glänzt.

Auch Wandfelder, Nischen und geometrisch abgegrenzte Bereiche können mit Metallicfarbe hervorgehoben werden. Dadurch lässt sich der Effekt gezielter einsetzen und mit einer matten Grundfarbe kombinieren.

Ein kompletter Raum kann ebenfalls mit Metallicfarbe gestaltet werden. Dabei solltest du berücksichtigen, dass Lichtreflexionen, dunkle Farbtöne und sichtbare Rollstrukturen auf großen Flächen stärker auffallen. Für ein ruhiges Ergebnis sind eine gleichmäßige Vorbereitung und eine konsequente Auftragstechnik besonders wichtig.

Sieben Metallic-Wandfarben im Überblick

Die LM Kreativ Metallic Wandfarbe 2 Liter ist in sieben Varianten erhältlich:

  • Antique Gold für einen tiefen, warmen Goldton mit klassischer Wirkung
  • Bronze für dunklere, braun-metallische Akzentflächen
  • Champagner Gold für einen helleren und zurückhaltenderen Goldschimmer
  • Gold für eine intensive, warme und deutlich metallische Wandgestaltung
  • Platinum für eine moderne, kühl-metallische Raumwirkung
  • Silber für klare, kontrastreiche und kühle Akzente
  • Weiß für einen hellen und vergleichsweise dezenten Metallic-Effekt

Die tatsächliche Wirkung kann von der Darstellung auf dem Bildschirm und einer kleinen Farbprobe abweichen. Untergrund, Auftragsstärke und Lichtverhältnisse beeinflussen das Ergebnis.

Gold, Antique Gold oder Champagner Gold?

Gold erzeugt einen kräftigen und deutlich sichtbaren Metallic-Effekt. Der Farbton eignet sich für Akzentwände, die bewusst zum Mittelpunkt des Raumes werden sollen.

Antique Gold wirkt tiefer und klassischer. Es harmoniert besonders mit dunklem Holz, Schwarz, Creme, Braun und traditionellen Einrichtungselementen. Je nach Licht kann die Farbe in Richtung eines dunkleren Gold- oder Bronzetons wirken.

Champagner Gold ist die zurückhaltendere Variante. Der hellere Goldton passt zu Beige, Greige, Weiß und anderen neutralen Raumfarben. Er eignet sich, wenn ein warmer Schimmer gewünscht ist, ohne dass die Wand sehr kräftig golden erscheint.

Bronze, Platinum und Silber einsetzen

Bronze besitzt eine warme, dunkle Metallwirkung und passt zu Holz, Leder, Grün- und Erdtönen. Der Farbton eignet sich für Räume, in denen ein gemütlicher und gleichzeitig markanter Akzent entstehen soll.

Platinum wirkt kühler und moderner. Es lässt sich mit Grau, Anthrazit, Schwarz, Weiß und minimalistischen Möbeln kombinieren. Im Vergleich zu klassischem Silber kann Platinum abhängig vom Licht etwas zurückhaltender und tiefer erscheinen.

Silber reflektiert kühles Licht besonders deutlich. Auf großen Flächen oder bei schwacher Beleuchtung kann der Farbton dunkler und grauer wirken als erwartet. Eine Testfläche hilft dabei, die Wirkung im tatsächlichen Raum zu beurteilen.

Metallic-Weiß ist die hellste Variante. Es eignet sich für dezente Schimmerflächen, helle Raumkonzepte und Wandbereiche, die nicht durch einen kräftigen Metallton dominiert werden sollen.

Wand für Metallicfarbe vorbereiten

Der Untergrund muss sauber, trocken, fest und frei von Staub, Fett sowie losen Altanstrichen sein. Löcher, Risse und sichtbare Unebenheiten sollten vor dem Streichen ausgebessert und geglättet werden.

Metallic-Pigmente reflektieren Licht und können dadurch Unebenheiten stärker hervorheben als eine stumpfmatte Wandfarbe. Je glatter und gleichmäßiger die Wand vorbereitet ist, desto ruhiger wirkt das fertige Ergebnis.

Bereits gestrichene Flächen müssen tragfähig sein. Lose oder kreidende Altanstriche dürfen nicht einfach überstrichen werden. Stark saugende, fleckige oder farblich sehr ungleichmäßige Wände können eine zusätzliche Grundierung oder einen einheitlichen Basisanstrich benötigen.

Die Metallic-Wandfarbe kann auf vielen geeigneten Untergründen ohne zusätzliche Grundierung verarbeitet werden. Das gilt jedoch nur, wenn die Wand sauber, tragfähig und gleichmäßig saugfähig ist.

Welche Grundfarbe eignet sich unter Metallicfarbe?

Eine gleichmäßige Grundfarbe kann die spätere Metallicwirkung verbessern. Helle Basisfarben lassen Gold-, Champagner- und Weißtöne häufig leichter und heller erscheinen. Dunklere Untergründe können Bronze, Silber und Platinum mehr Tiefe verleihen.

Die vorhandene Wandfarbe kann den Metallic-Farbton besonders beim ersten Anstrich beeinflussen. Bei starken Farbwechseln oder fleckigen Wänden empfiehlt sich deshalb ein einheitlicher Voranstrich.

Teste den geplanten Aufbau auf einer Musterplatte oder kleinen Wandfläche. Dabei solltest du nicht nur den Farbton, sondern auch Rolle, Auftragsmenge und Bewegungsrichtung ausprobieren.

Metallic-Wandfarbe richtig aufrühren

Metallic-Pigmente können sich während der Lagerung absetzen. Rühre die Farbe vor der Verarbeitung gründlich auf, bis Farbton und Schimmer gleichmäßig verteilt sind.

Auch während längerer Arbeitspausen sollte die Farbe erneut aufgerührt werden. Wird ein Teil der Wand mit stärker pigmentierter und ein anderer mit weniger aufgerührter Farbe gestrichen, können sichtbare Unterschiede entstehen.

Verdünne die Farbe nur, wenn dies laut Produktanleitung vorgesehen ist. Eine unkontrollierte Wasserzugabe kann Deckkraft, Pigmentverteilung und Metallic-Effekt verändern.

Metallicfarbe mit Rolle oder Pinsel auftragen

Für größere Wandflächen eignet sich eine gleichmäßig arbeitende Farbrolle. Ecken, Kanten und schwer erreichbare Stellen werden vorher oder gleichzeitig mit einem Pinsel bearbeitet.

Streiche zusammenhängende Wandflächen ohne lange Unterbrechungen. Halte die Übergänge feucht, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen. Arbeite mit gleichmäßigem Druck und verteile die Farbe möglichst in einer einheitlichen Richtung.

Bearbeite nicht ständig bereits antrocknende Bereiche nach. Durch spätes Nachrollen können Metallic-Pigmente anders ausgerichtet werden, wodurch Flecken und Glanzunterschiede entstehen.

Verwende innerhalb einer Wandfläche dieselbe Rolle und Auftragstechnik. Unterschiedliche Werkzeuge erzeugen möglicherweise verschiedene Oberflächenstrukturen und damit eine abweichende Lichtreflexion.

Streifen und Rollansätze vermeiden

Metallicfarbe reagiert sichtbarer auf unterschiedliche Auftragsrichtungen als klassische Wandfarbe. Teile die Wand gedanklich in überschaubare Abschnitte ein und arbeite Bahn für Bahn.

Verteile die Farbe zunächst gleichmäßig und rolle die Fläche anschließend mit sehr leichtem Druck in einer einheitlichen Richtung ab. Dieser letzte Arbeitsgang sollte erfolgen, solange die Farbe noch ausreichend feucht ist.

Vermeide direkte Zugluft, starke Heizungswärme und sehr hohe Raumtemperaturen während des Streichens. Trocknet die Farbe zu schnell, bleibt weniger Zeit für gleichmäßige Übergänge.

Bei großen Wänden kann es sinnvoll sein, zu zweit zu arbeiten: Eine Person bearbeitet Kanten und Anschlüsse, während die zweite die Fläche rollt.

Wie viele Anstriche werden benötigt?

Für einen intensiven und gleichmäßigen Metallic-Effekt werden zwei Anstriche empfohlen. Der erste Auftrag schafft eine einheitliche Farbbasis. Der zweite verstärkt Deckkraft, Tiefe und Lichtreflexion.

Lasse die erste Schicht entsprechend der Produktanleitung trocknen. Ein zu früher zweiter Anstrich kann die untere Farbschicht wieder anlösen oder sichtbare Rollspuren verursachen.

Mit zwei Litern lassen sich laut Produktangaben ungefähr 25 bis 30 Quadratmeter bei einem Anstrich bearbeiten. Bei zwei Anstrichen reicht das Gebinde für etwa 12 bis 15 Quadratmeter. Struktur, Saugfähigkeit und Auftragsmenge können den tatsächlichen Verbrauch verändern.

Metallicfarbe in Küche und Badezimmer

Die Metallic-Wandfarbe ist laut Produktangaben wischfest und feuchtigkeitsresistent. Dadurch kann sie auch auf geeigneten Wandflächen in Küche und Badezimmer eingesetzt werden.

Feuchtigkeitsresistent bedeutet jedoch nicht, dass die Farbe eine Bauwerksabdichtung ersetzt. Dauerhaft nasse Bereiche, undichte Wände oder Flächen mit bestehendem Feuchtigkeitsschaden müssen vor dem Streichen fachgerecht geprüft und vorbereitet werden.

Für Bereiche mit regelmäßigem direktem Wasserkontakt sollte kontrolliert werden, ob das Produkt ausdrücklich für die konkrete Belastung freigegeben ist.

Wände mit Metallicfarbe Schritt für Schritt streichen

Räume die Wand frei und decke Boden, Möbel, Schalter und angrenzende Flächen sorgfältig ab. Entferne Staub, Fett und lose Altanstriche. Spachtele Löcher und Risse und lasse alle Reparaturstellen vollständig trocknen.

Streiche bei Bedarf eine gleichmäßige Basisfarbe vor. Rühre anschließend die Metallicfarbe gründlich auf. Bearbeite zuerst Ecken und Kanten und rolle danach die zusammenhängende Wandfläche.

Arbeite gleichmäßig, halte Übergänge feucht und rolle zum Abschluss in einer einheitlichen Richtung ab. Lasse die erste Schicht vollständig trocknen und trage anschließend den zweiten Anstrich auf.

Entferne Abklebebänder, solange die letzte Farbschicht noch nicht vollständig hart ist. Belaste oder reinige die Oberfläche erst, wenn sie vollständig getrocknet und ausgehärtet ist.

Ratgeber & FAQ

Häufige Fragen zu Wände streichen

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